Das Basler Leitungsgremium der HPSL Basel-Freiburg

Vorsitzende des Leitungsgremiums

Heike Behrens studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Kiel und promovierte 1993 an der Universität Amsterdam in Allgemeiner Sprachwissenschaft zur frühkindlichen Sprachentwicklung. Ihr psycholinguistischer Forschungsschwerpunkt führte zu Tätigkeiten an verschiedenen sprachwissenschaftlichen und psychologischen Instituten: TU Braunschweig, Max-Planck-Institut für Psycholinguistik (Nijmegen), UC Berkeley (DFG-Forschungsstipendium), Universität Köln, Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie (Leipzig). Von 2002-2005 war sie Professorin für germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Groningen (Niederlande).

Seit 2005 ist Heike Behrens Ordinaria für "Kognitive Linguistik und Spracherwerbsforschung" am Englischen und Deutschen Seminar der Universität Basel. Laufende Forschungsprojekte widmen sich dem Spracherwerb sowie der sensorischen Semantik. Ausserdem ist sie in zwei Graduiertenschulen aktiv: einem SNF-Pro*Doc zu "Sprache als soziale und kulturelle Praxis" und einem DFG-Graduiertenkolleg zu "Frequenzeffekte in der Sprache" an der Universität Freiburg im Breisgau.

Heike Behrens war bereits von August 2011 bis Juli 2013 Vorsitzende und von August 2013 bis Juli 2015 Mitglied des Leitungsgremiums des Doktoratsprogramms. Seit August 2019 hat sie erneut das Amt der Vorsitzenden übernommen.

Stellvertretende Vorsitzende des Leitungsgremiums

Angela Ferrari ist seit 2005 Ordinaria für Italienische Sprachwissenschaft an der Universität Basel. Sie studierte Französistik und Italianistik an der Universität Genf, wo sie 1993 den Titel Docteur ès Lettres (Ph.D.) in Italienischer Linguistik erlangte (Prix Bally 1994). Als Lehrbeauftragte lehrte sie an den Universitäten Neuenburg und Genf und als Assistenzprofessor an der Universität Lausanne. Von 2006 bis 2008 hatte sie den Vorsitz der Società Internazionale di Linguistica e Filologia Italiana und seit 2009 ist sie Mitglied der FNS-Kommission Ambizione. Sie ist als Expertin in zahlreichen nationalen oder internationalen Institutionen aktiv, darunter das Pogramm HarmoS, das Italienische Comitato di Indirizzo per la Valutazione della Ricerca, das Ufficio traduzione giuridica della Cancelleria Federale Bern, das Centro di linguistica Storica e Teorica: Lingua italiana, lingue Europee, lingue Orientali, das Projekt LinguaSì des Istituto Universitario Federale per la Formazione Professionale (IUFFP) in Lugano, die Accademia della Crusca etc.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Textlinguistik, der Varietätenlinguistik, der synchronischen und diachronischen Syntax, der informativen Struktur der Äusserung und der Didaktik des Italienischen. Was die Textlinguistik betrifft, sind ihre Interessen hauptsächlich theoretischer Natur: Ziel ist es, eine Gesamtheit an Instrumenten und Modellen der Textualität zu erarbeiten, mit Augenmerk auf die Interaktion zwischen Grammatik und Text (Syntax der Klausel, Periodensyntax, Morphologie, Interpunktion) (mehr).

Angela Ferrari ist seit Oktober 2012 Mitglied des Leitungsgremiums des Doktoratsprogramms und war von August 2015 bis Juli 2019 Vorsitzende des Leitungsgremiums. Seit August 2019 ist sie stellvertretende Vorsitzende.

Mitglied des Leitungsgremiums

Sandra Schlumpf-Thurnherr studierte Iberoromanische Philologie, Neuere allgemeine Geschichte und Allgemeine Geschichte des Mittelalters an den Universitäten Basel und Valencia. Zwischen 2010 und 2018 arbeitet sie als Assistentin für Spanische Sprachwissenschaft am Seminar für Iberoromanistik der Universität Basel und besetzt momentan die Assistenzprofessur für Iberoromanische Sprachwissenschaft.

Sandra Schlumpf-Thurnherr ist Mitglied der Forschungsgruppe Judenspanisch (Ladino - Judenspanisch Forschungsgruppe). In diesem Rahmen schloss sie im Oktober 2014 ihr Doktorat in Iberoromanischer Sprachwissenschaft zum Thema Konditionalität und Konzessivität im schriftlichen modernen Judenspanisch ab.

Momentan ist ihr Hauptforschungsgebiet das Spanische in und von Afrika, insbesondere in Äquatorialguinea. Sie erarbeitet ihr Habilitationsprojekt zur soziolinguistischen Situation der Immigrantinnen/Immigranten aus Äquatorialguinea in Madrid, Spanien. Dieses Projekt wurde offiziell anerkannt als Assoziierte Forschungsgruppe (ECUATOGUINEANOS_MADRID) des Projekts "La población migrante de la Comunidad de Madrid: estudio multidisciplinar y herramientas para la integración sociolingüística" ["Die Migrationsbevölkerung in der Autonomen Region Madrid: interdisziplinäre Untersuchung und Massnahmen zur soziolinguistischne Integration"] (IN.MIGRA2-CM) (dir. Florentino Paredes García). 

Zu ihren Hauptinteressensgebieten zählen: Soziolinguistik, Spanisch in Afrika (insbesondere in Äquatorialguinea), Sprach- und Varietätenkontakte, Sprache im Kontext von Migration und Integration, Sprachideologien und glottopolitische Fragestellungen, Syntax und Diachronie der spanischen Sprache, Judenspanisch, Geschichte und Kultur der sephardischen Juden, Spanischdidaktik. 

Sandra Schlumpf-Thurnherr ist Mitglied des Editionskomitees der philologischen Serie "Pliegos Hispánicos" (dir. Matteo de Beni) und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Reihe "Diwan-África" (dir. Juan Riochí Siafá).

Seit August 2019 ist sie Mitglied des Leitungsgremiums des Doktoratsprogramms.

Doktorierendenvertretung im Leitungsgremium

Joelle Loew is a doctoral researcher at the English Department of the University of Basel, Switzerland; supervised by Prof. Dr. Miriam Locher in Basel and co-supervised by Prof. Stephanie Schnurr from the University of Warwick, England. In August 2018 she was awarded the Hermann Paul Scholarship in Linguistics by the HPSL to pursue her PhD.

She holds a BA in History and English from the University of Basel, and an MSc in Intercultural Communication for Business and the Professions from the Centre for Applied Linguistics at the University of Warwick. Her research interests are in professional and medical communication, particularly discourse analysis, gender, identity construction and relational work. In addition to her work experience in event and project management in Switzerland, South Africa, the UK and the US she has worked as a researcher for Warwick Centre for Applied Linguistics, Warwick Medical School and the University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland (FHNW).

In her PhD, she applies her interdisciplinary professional and academic experience in a project investigating business interaction in the field of IT through the lens of identity construction and relational work. The project investigates the linguistic practices of collaborative, non-hierarchical work environments deploying agile methodologies; thereby considering for example how gender is enacted and constructed in professional communication in these settings.

She was further involved in teaching through her work at the FHNW and taught Intercultural Student Workshops throughout her time at the University of Warwick. She co-authored publications in peer-reviewed journals on some of her projects, and is still collaborating with colleagues at the Centre for Applied Linguistics and Warwick Medical School.

Joelle Loew ist seit August 2019 Doktorierendenvertreterin des Doktoratsprogramms.

Koordination

Philipp Dankel studierte Interkulturelle- Europa und Amerikastudien (B.A.) an der Universität Halle-Wittenberg und Romanistik (M.A.) an der Universität Freiburg i.Br. Nach dem Abschluss im Jahr 2009 promovierte er zu Evidentialitätsstrukturen im Andenspanisch im DFG-GRK 1624 "Frequenzeffekte" in Freiburg, betreut von Prof. Dr. Stefan Pfänder (mehr). Seit 2013 ist er als Koordinator für den Masterstudiengangs Sprache & Kommunikation und das Doktoratsprogramm Sprachwissenschaft an der Universität Basel tätig. 

Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen, Sprachkontakt, Sprachwandel und Grammatikalisierung, Soziolinguistik, Evidentialität und Epistemizität, Interaktionale Linguistik und Multimodalität. Sein Hauptaugenmerk gilt dabei dem Spanischen in den Anden. Im Moment forscht er zu verschiedenen Aspekten des Sprachkontaktes im Andenraum, zum Beispiel zum Einfluss von Sprachkontakt auf Anredeformen im Spanischen von Cusco (zusammen mit Miguel Gutiérrez Maté), und im Rahmen seines Habilitationsprojektes zu Listenstrukturen in spanischen und französischen Alltagsgesprächen (mehr). 

Mit der Übernahme der Koordination für das Doktoratsprogramm Sprachwissenschaft im Januar 2013 hat Philipp Dankel eine beratende Funktion im Leitungsgremium inne.