Joël Stocker - Social Media Content Creator bei Bio Suisse

Joël Stocker

Nach Abschluss seines Bachelors in Englisch und Nordistik wollte Joël Stocker sein Verständnis darüber, wie Sprache funktioniert im Master Sprache und Kommunikation weiter vertiefen. Sein persönlicher Fokus lag dabei auf verschiedenen Vorlesungen und Seminaren, die sich mit den Eigenheiten von Social Media-Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram auseinandersetzten. In seiner Masterarbeit analysierte er die Identitätskonstruktion und Community-Dynamiken auf der Livestreaming-Plattform twitch.tv. Nach einem einjährigen Praktikum beim WWF Schweiz arbeitet er nun als Social Media Content Creator bei Bio Suisse.

Haben Sie eine spontane Erinnerung ans Studium in Basel?

Die Suche nach dem besten Platz, um meine Masterarbeit schreiben zu können. Nachdem ich diverse Cafés, Bibliotheken und Parks ausprobiert habe, bin ich am Ende wieder dort gelandet, wo mein Studium angefangen hat: Im Nordischen Seminar am Nadelberg. Ein absoluter Geheimtipp für alle, die auf Ruhe und eine gute Internetverbindung angewiesen sind.

Beschreiben Sie Ihre Arbeit: Was ist das Besondere daran?

Als Social Media Content Creator bin ich von der Planung über die Kreation und Bewerbung bis zur Analyse von Social Media-Inhalten verantwortlich. Es kommt regelmässig vor, dass ich am Morgen im Filmstudio vor dem Greenscreen stehe, danach die Videodateien editiere, am Nachmittag eine laufende Werbekampagne optimiere und vor Feierabend noch das Social Media-Reporting für den nächsten Tag vorbereite. Diese Abwechslung ist sowohl eine Herausforderung als auch ein Highlight.


Welche Fähigkeiten aus meinem Studium im MA Sprache und Kommunikation nützen mir heute am meisten? Bzw. Was habe ich gelernt, das mich weitergebracht hat oder mich auch heute noch weiterbringt?

Mein Verständnis für und der Umgang mit Sprache hat sich während meines Masterstudiums grundlegend verändert. Datenbasiert untersuchen zu können, was eine adäquat an die Situation angepasste Kommunikation ausmacht, ist ein wertvoller Skill. Ausserdem lässt die Philosophisch-Historische Fakultät ihren Studierenden viel Freiraum bei der Gestaltung des Stundenplans. Entsprechend wichtig sind Eigenverantwortung und Organisationstalent.

 

Welche Tipps würden Sie aus ihrer jetzigen Sicht heutigen StudienanfängerInnen mitgegeben?

Auch wenn das Studium viel Zeit in Anspruch nimmt, versucht nebenbei bereits den Beruf auszuüben, den ihr anstrebt. Egal, ob als Hobby, ehrenamtlich, im Praktikum oder in Teilzeit. Ich habe mich während des Studiums bereits intensiv mit Social Media beschäftigt, was mir einen nahtlosen Berufseinstieg ermöglicht hat.

Basel, den 28. April 2026.

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