Literatur und kulturelle Formen sind kein schmückendes Beiwerk – in ihnen verhandelt eine Gesellschaft, wer sie ist, was sie glaubt, worüber sie streitet. Das Bachelorstudienfach «Literature, Culture and Cultural Practice» macht diese Verhandlungen zum Gegenstand literatur- und kulturwissenschaftlicher Analyse. Es fragt, wie Texte und andere kulturelle Formen Bedeutung erzeugen und wie sie Wissen, Normen und Konflikte gestalten. Untersucht werden sie in ihrer ganzen Breite: von fiktionalen und theoretischen Texten über Journalismus und literarische Öffentlichkeit bis hin zu Theater, Film und sozialen Medien. Das nötige Instrumentarium liefern Methoden der Textanalyse und Modelle der Kulturtheorie.
Das Fach verbindet die Literaturwissenschaften des Departements zu einem gemeinsamen Studium. Gelesen wird vergleichend und über Sprachgrenzen hinweg, gelehrt wird auf Deutsch und Englisch. Dabei geht es nicht nur darum, was Texte bedeuten, sondern auch darum, was sie bewirken: welche Öffentlichkeiten sie herstellen, welche Institutionen sie tragen und in welchen Medien sie zirkulieren.
Dieselbe Frage stellt das Studium auch praktisch. Fachpersonen aus Verlagen, Redaktionen und Kulturinstitutionen lehren mit, und ein Praktikum ist fester Bestandteil des Studiums. So lernt man den Betrieb, in dem Literatur und Kultur vermittelt und gefördert werden, nicht nur als Gegenstand kennen, sondern auch von innen.
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