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Daniela Keller veröffentlicht "Anglo-German Entanglements in English Fiction From the Cold War to Brexit"

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DPL-Absolventin Daniela Keller veröffentlicht ihre Monographie, in der mithilfe diffraktiver Lektüren von sieben englischen Romanen die tief verwobene und sich ständig weiterentwickelnde Beziehung zwischen England und Deutschland neu vermessen wird.

Wir gratulieren Daniela zur Veröffentlichung ihrer Dissertation!

Die Beziehung zwischen England und Deutschland hat über Jahrhunderte hinweg zwischen Freundschaft und Feindschaft geschwankt; der Brexit hat die Kluft zwischen beiden Ländern erneut vertieft. Diese Studie zeigt, wie Autorinnen und Autoren physikalische Phänomene wie die Quantenverschränkung nutzen, um eine vermeintlich starre binäre Gegenüberstellung der Nationen zu überwinden.

In Romanen wie John le Carrés The Spy Who Came In from the Cold oder Alison Moores The Lighthouse erweisen sich Vorstellungen von Nation und nationaler Identität als wandelbar und unauflöslich mit dem jeweiligen Gegenüber verknüpft. Optische Metaphern wie Reflexion, Brechung und Diffraktion helfen dabei, unterschiedliche Formen binärer Beziehungen – etwa zwischen England und Deutschland oder zwischen Physik und Literatur – genauer zu unterscheiden.

Das von Karen Barad inspirierte Konzept der Diffraktion und des diffraktiven Lesens bietet dabei besonders präzise und zukunftsweisende Zugänge zur Literatur, da es die Komplexität dualistischer Denkweisen sichtbar macht. Zugleich betont es die Verantwortung der Leserinnen und Leser bei der fortwährenden Konstruktion anglo-deutscher Identitäten in jedem Akt des Lesens.

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