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Am 1. Oktober 2026 ist der Slavist Andreas Guski im Alter von 82 Jahren verstorben. Das Slavische Seminar, das Departement Sprach- und Literaturwissenschaften und die Philosophisch-Historische Fakultät der Universität Basel trauern um den emeritierten Ordinarius für Slavische Philologie, langjährigen Seminarvorsteher und ehemaligen Dekan.
Seit seiner Berufung nach Basel 1989 und bis zur Emeritierung 2007 vertrat Andreas Guski in der Lehre die russische wie auch die tschechische Literatur und Kultur in ihrer ganzen Breite. In seiner Forschung pflegte er Schwerpunkte etwa in den Bereichen Realismus, Avantgarde oder tschechische Moderne, oft mit starker Beachtung des gesellschaftlichen Umfelds von Literatur. Er begeisterte in der ihm eigenen souveränen, anspruchsvollen und humorvollen Art zahlreiche Studierende für die Literaturen und Kulturen Russlands und Osteuropas, und einige seiner Schülerinnen und Schüler vertreten das Fach heute selbst als Professorinnen und Professoren.
Andreas Guski hatte grossen Anteil daran, dass an der Universität Basel eine Osteuropäische Geschichte eingeführt wurde und damit ein hochstehender Osteuropaschwerpunkt geschaffen wurde; später war er massgeblich beteiligt, den Fortbestand der Slavistik in kritischen Zeiten zu sichern. Gemeinsam mit dem Osteuropa-Historiker Heiko Haumann rief er in Basel den ersten Schweizer Osteuropa-Studiengang ins Leben.
Nach seiner Emeritierung legte Andreas Guski seine herausragende Dostoevskij-Biographie vor, die bei Kritik, Leserschaft und Fachwelt grossen Anklang fand. Das Werk, mit dem er auf Lesereise ging, solange seine Gesundheit es erlaubte, machte ihn in breiten Kreisen bekannt; es erschien 2022 sogar in chinesischer Übersetzung.
Das Slavische Seminar und dessen ehemalige Studierende und Mitarbeitende, das Departement und die Universität verlieren mit Andreas Guski einen prägenden Dozenten und Seminarvorsteher, einen bedeutenden Kollegen und lieben Freund. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
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