Masterstudiengang Sprache und Kommunikation

Die philologischen Fächer der Historisch- Philosophischen Fakultät (Ägyptologie, Altertumswissenschaft, Anglistik, Französisch, Germanistik, Hispanistik, Informatik für Geistes- und Sozialwissenschaftler, Italianistik, Latein, Semitistik, Slavistik) bieten einen gemeinsamen MA „Sprache und Kommunikation“. Der MA ist auf das Studium der allgemeinen Sprachwissenschaft ebenso wie auf einzelphilologischer Sprach- und Kommunikationswissenschaft ausgerichtet und ermöglicht auch sprachvergleichende und kontrastive Fragestellungen. Dieser Studiengang ist fächerübergreifend angelegt mit Brückenangeboten zu den Medien- und Gesellschaftswissenschaften.

Es besteht ausserdem eine enge Kooperation mit der Universität Freiburg im Breisgau. Im Rahmen des EUCOR-Verbund ist es Studirenden somit möglich, auch die MA-Veranstaltungen der Linguistik der Universität Freiburg zu besuchen.

Ein aktuelles Programm finden Sie hier: aktuelles Vorlesungsverzeichnis

Studienziele und Studienstruktur

Verschiedene Kompetenzen sollen in diesem Studiengang aufgebaut werden:

a) die Bedeutung der Sprache für den Alltag, für Kunst und Wissenschaft, im privaten und öffentlichen Raum zu erkennen.
b) ausgewählte Kapitel von Sprachtheorie, Methoden und Ergebnissen sprachwissenschaftlicher Forschung und der Geschichte des Faches vorzustellen.
c) linguistische Fragen zu formulieren und sie zum Forschungsstand in Beziehung zu setzen.
d) eigene Erhebungen durchzuführen, auszuwerten und sie in den Forschungszusammenhang einzuordnen.
e) Sprachfragen aus der Sprachpraxis und wissenschaftliche Forschungsfragen zu erkennen, zu unterscheiden und zusammenzuführen sowie Auskünfte zu Praxisthemen wie "schulische Vermittlung", Sprachpraxis in der Oeffentlichkeit, Normierung der Rechtschreibung zu geben.
f) sich in einer Haltung kritischer Offenheit mit eigenen und „fremden” sprachlichen Kulturprodukten auseinanderzusetzen.

Um die Breite der Ausbildung zu gewährleisten, bieten die am Studiengang beteiligten Studienfächer regelmässig folgende disziplinären und interdisiziplinären Module an:

•    "Sprache als System"
•    "Sprache und Gesellschaft"
•    "Sprache als Prozess"
•    "Forschungspraxis und Vertiefung"

Entweder können Studierende als Schwerpunkt eine Einzelphilologie oder eine thematische Studienrichtung auswählen ( z.B. Sprache/Kommunikation und Individuum, Sprache/Kommunikation und Gesellschaft, Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft).

Voraussetzungen

Die Zulassung zum MA erfordert den Nachweis eines BA oder vergleichbarer akademischer Studienleistung in mindestens einem der beteiligten Studienfächer. Studierende, welche weniger als 30 KP in Sprachwissenschaft erworben haben, müssen ergänzende Studienleistungen erbringen, deren Umfang fallweise von der Unterrichtskommission festgelegt wird.

Da die beteiligten Fächer einen grösseren Teil ihrer Lehrveranstaltungen in der jeweiligen Studiensprache anbieten (Immersionsunterricht) und das Englische in der linguistischen Fachliteratur eine grosse Rolle spielt, ist der Studiengang mehrsprachig.

Berufsperspektiven

• Berufsfelder der Medien, in Zeitungen, bei Radio und Fernsehen sowie Internet, in der Betriebskommunikation, bei Personalabteilungen und in der Personalausbildung sowie bei Verbänden und Institutionen als SprecherInnen und KommunikationsexpertInnen. 

• Der MA Sprache und Kommunikation ist unter bestimmten Voraussetzungen mit der Ausbildung zum/zur MittelschullehrerIn kombinierbar. Die Bedingungen, für SuK-Studierende, zum Studiengang Sekundarstufe II (Lehrdiplom für Maturitätsschulen) zugelassen werden, finden Sie unter den Downloads rechts oder hier beschrieben.

• Eine natürliche Fortsetzung des MA bildet die Promotion als Abschluss der wissenschaftlichen Ausbildung durch einen gewichtigen eigenen Forschungsbeitrag und allenfalls auch als Einstieg in wissenschaftliche Berufe bzw. in eine akademische Laufbahn. Für Assistierende und wissenschaftliche Mitarbeiter in allen sprachwissenschaftlichen Fächern bietet dieser Studiengang eine ideale Vorbereitung, indem er es ermöglicht, eine Sprache speziell zu fokussieren.