Erzählkulturen

„Erzählen“ zählt zu den elementaren Kulturtechniken. Die Formengeschichte der erzählenden Literatur bildet ein Archiv an Imaginationen, Figuren, Schicksalen und Handlungsmustern, anhand dessen Gesellschaften und Individuen ihr Erleben und Handeln beschreiben, reflektieren und erweitern können. Die Unhintergehbarkeit des Narrativen ist der Ausgangspunkt der interdisziplinären Forschungsgruppe „Erzählkulturen“. Beteiligte Disziplinen sind: Literaturwissenschaften, Theater-, Film- und Medienwissenschaften, Mediävistik, Geschichte und Kunstgeschichte, Musikwissenschaften, Religionswissenschaften, Medizin/Psychosomatik. Das Programm der Forschungsgruppe zielt in methodischer Hinsicht darauf, narratologische Arbeitsinstrumente mit kulturwissenschaftlichen Problematiken konstruktiv zu verbinden.

 

 

Bild: Nat Farbman, Bushmen Children (Ausschnitt)

 

 

 

Aktuelles

März 2012, neu erschienen:

Textwelt – Lebenswelt (Königshausen & Neumann)

Hrsg. von Brigitte Boothe, Pierre Bühler, Paul Michel und Philipp Stocker

ISBN: 978-3-8260-4680-3

 

U.a. mit folgenden Beiträgen:

  • Andreas Heinle: Erzählen und Argumentieren. Überlegungen im Anschluss an Paul Ricoeur und die „Dialektik der Diskurssphären“
  • Andreas Mauz: Theologie und Narration. Beobachtungen zur „Narrativen Theologie“-Debatte – und über sie hinaus – Narration im Medium
  • Ingrid Tomkowiak: Fakten und Fiktionen. TV-Dokumentationen über Forschungen zur Lebensverlängerung
  • Brigitte Boothe: Die Lebenswelt als Narrativ
  • Barbara Piatti: Mit Karten lesen. Plädoyer für eine visualisierte Geographie der Literatur
  • Ursula Amrein: Narrative Evokation von Authentizität. Botho Strauss als Beispiel
  • Alexander Honold: Anfang und Ende in der Erzählkunst